Chemnitz. Bereits nach dem dritten gelungenen Versuch im Reißen entlud sich alle Spannung, schrie er seine ganze Freude heraus: Raphael Friedrich bewältigte während des Gewichtheber-Bundesligakampfes seines Chemnitzer AC (CAC) den persönlichen Rekord von 158 Kilogramm und war damit ganz nah dran. Als er dann gleich im ersten Auftritt der zweiten Teildisziplin Stoßen – begleitet von frenetischem Anfeuern der Besucher im proppenvollen Saal – 182 kg zur Hochstrecke brachte, hatte er sein Ziel bereits erreicht: die Norm für die EM, die Ende Mai in Albanien stattfindet. Schon als Zugabe galten dann die 187 kg, die er ebenso erstmals in seiner Laufbahn meisterte.
'Es lief sehr gut, vor allem im Reißen, dass war entscheidend. Echt super, bei dieser Bombenstimmung, die zusätzlich gepusht hat, zu heben. Das macht auch gleich viel mehr Spaß'
‚Es lief sehr gut, vor allem im Reißen, dass war entscheidend. Echt super, bei dieser Bombenstimmung, die zusätzlich gepusht hat, zu heben. Das macht auch gleich viel mehr Spaß‘, meinte der 21-Jährige, der zudem noch als punktbester Akteur des Abends gefeiert wurde. Mit hochkarätigen 170,2 Zählern (vorheriger Bestwert: 161) stach er auch alle anderen internationalen Topathleten von Mutterstadt und Durlach, die teilweise bei internationalen Meisterschaften auf dem Podest standen, aus. ‚Cool, das ist eine neue Meßlatte‘, staunte Raphael Friedrich danach selbst über dieses Resultat, das für ihn zunächst nicht die Priorität besaß. Er jubelte vor allem darüber, dass er im ersten Männerjahr auf Anhieb das EM-Ticket buchen konnte. Es passiert eher selten, dass dieser Übergang von den Junioren so nahtlos funktioniert.

